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Beitragsbild: mit KI erstellt — keine Original-Fotografie

Hawaii liegt mitten im Pazifik und nutzt mit der Hawaii-Aleutian Standard Time (HST) eine eigene, ganzjährig feste Zeitzone: UTC−10. Gegenüber Deutschland ergibt das einen ungewöhnlich großen Abstand von 11 Stunden im deutschen Winter und 12 Stunden im deutschen Sommer. Wenn in Deutschland der Feierabend beginnt, fängt auf Hawaii oft gerade erst der Morgen an.
Zeitzone und UTC-Offset
Hawaii gehört zur Hawaii-Aleutian Standard Time (HST) und liegt konstant bei UTC−10. Der Name der Zeitzone stammt daher, dass auch der westliche Teil Alaskas, die Aleuten, formal dazugehört – dort gilt im Sommer jedoch zusätzlich die Hawaii-Aleutian Daylight Time (HDT, UTC−9). Auf den hawaiianischen Inseln selbst bleibt es unabhängig von der Jahreszeit immer bei HST.
Der Offset war nicht immer −10 Stunden: Von 1896 bis 1947 galt in Hawaii die Standardzeit UTC−10:30. Am 8. Juni 1947 stellte das damalige Territorium die Uhren um eine halbe Stunde vor – seither gilt der bis heute genutzte Offset UTC−10. Als Bundesstaat der USA weicht Hawaii damit klar von den Festland-Zeitzonen ab, die zwischen UTC−5 (Ostküste) und UTC−8 (Pazifikküste) liegen.
Sommer- und Winterzeit
Auf Hawaii gibt es keine Sommerzeit. Nach dem Uniform Time Act von 1966, der US-Bundesstaaten erstmals eine Ausnahmeregelung erlaubte, befreite sich Hawaii am 30. März 1967 per Gesetz von der Zeitumstellung. Begründet wurde dies mit der geringen jahreszeitlichen Schwankung der Tageslänge in den Tropen: Eine Stunde mehr oder weniger Tageslicht am Abend bringt dort kaum einen Effekt. Neben Hawaii verzichtet in den USA nur Arizona (mit Ausnahme der Navajo Nation) auf die Sommerzeit.
Deutschland dagegen stellt die Uhren weiterhin zweimal jährlich um. Die Sommerzeit (MESZ, UTC+2) beginnt 2026 am 29. März und endet am 25. Oktober; den Rest des Jahres gilt die Normalzeit MEZ (UTC+1). Weil ausschließlich die deutsche Uhr wechselt, während Hawaii stillsteht, ändert sich dadurch auch der Zeitabstand zwischen beiden Orten.
Zeitunterschied zu Deutschland
Weil Hawaii ganzjährig bei UTC−10 bleibt, Deutschland aber zwischen MEZ und MESZ wechselt, schwankt die Differenz um eine Stunde:
- Deutsche Winterzeit (MEZ, UTC+1): Hawaii liegt 11 Stunden zurück.
- Deutsche Sommerzeit (MESZ, UTC+2): Hawaii liegt 12 Stunden zurück.
Beispiel: Ist es in Deutschland 12:00 Uhr mittags MEZ, zeigt die Uhr auf Hawaii 01:00 Uhr nachts. Gilt in Deutschland die Sommerzeit MESZ, ist es zur gleichen deutschen Uhrzeit auf Hawaii bereits 00:00 Uhr Mitternacht.
| Deutsche Uhrzeit | Hawaii bei MEZ (−11 Std.) | Hawaii bei MESZ (−12 Std.) |
|---|---|---|
| 08:00 Uhr | 21:00 Uhr (Vortag) | 20:00 Uhr (Vortag) |
| 12:00 Uhr | 01:00 Uhr | 00:00 Uhr |
| 18:00 Uhr | 07:00 Uhr | 06:00 Uhr |
| 22:00 Uhr | 11:00 Uhr | 10:00 Uhr |

Zur Einordnung hilft ein Vergleich mit bekannteren Bezugspunkten: Gegenüber Kalifornien (Pacific Time) beträgt der Unterschied nur 2 bis 3 Stunden, weil Hawaii zwar ganzjährig bei UTC−10 bleibt, Kalifornien aber zwischen PST (UTC−8) und PDT (UTC−7) wechselt. Die vollständige Übersicht zur Zeitverschiebung zwischen Deutschland und den einzelnen US-Zeitzonen finden Sie im Beitrag zu den Zeitzonen der USA.
Beste Zeit für Kontakt und Meetings
Reguläre Wachzeiten von 7 bis 23 Uhr überschneiden sich zwischen Deutschland und Hawaii nur am deutschen Abend. Zur deutschen Winterzeit entsprechen 18 bis 23 Uhr MEZ dem hawaiianischen Vormittag von 7 bis 12 Uhr HST. Zur deutschen Sommerzeit verschiebt sich das Fenster eine Stunde nach hinten auf 19 bis 23 Uhr MESZ, was 7 bis 11 Uhr HST entspricht.
Für Geschäftstermine heißt das: Ein Anruf am frühen deutschen Abend trifft auf Hawaii den Beginn des Arbeitstags. Ein Anruf während der deutschen Bürozeit (9 bis 18 Uhr) landet auf Hawaii dagegen mitten in der Nacht (22 bis 7 Uhr HST) und sollte vermieden werden.
Reise- und Praxishinweise
Direktflüge aus Deutschland nach Hawaii gibt es nicht; üblich ist eine Verbindung über die US-Westküste. Der Nonstop-Abschnitt Frankfurt–Los Angeles dauert rund 11,5 Stunden, der Anschlussflug Los Angeles–Honolulu weitere gut 5 Stunden. Mit Umsteigezeit summiert sich die reine Flugzeit auf rund 17 bis 18 Stunden. Wegen der großen Zeitverschiebung kommen Reisende dabei ihrem Ausgangspunkt in Deutschland zeitlich gesehen kaum näher: Ein Abflug am Vormittag endet auf Hawaii oft noch am selben Kalendertag, während in Deutschland bereits Nacht ist.
Wer statt über die USA über den Pazifik anreist, etwa auf dem Rückweg aus Australien oder anderen Teilen Amerikas, sollte Anschlusszeiten großzügig planen, da Umsteigeverbindungen nach Hawaii selten sind. In den ersten Tagen vor Ort hilft es, Termine und Rückrufe konsequent mit Zeitzonenangabe (HST) zu vereinbaren, statt sich auf „Ortszeit“ ohne Zusatz zu verlassen.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viel Zeitunterschied besteht zwischen Deutschland und Hawaii?
11 Stunden während der deutschen Winterzeit (MEZ) und 12 Stunden während der deutschen Sommerzeit (MESZ). Hawaii liegt in beiden Fällen zurück.
Gibt es auf Hawaii eine Sommerzeit?
Nein. Hawaii hat sich 1967 gesetzlich von der Sommerzeit befreit und bleibt seitdem ganzjährig bei UTC−10 (HST).
Wie spät ist es auf Hawaii, wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist?
Zur deutschen Winterzeit ist es 01:00 Uhr nachts auf Hawaii, zur deutschen Sommerzeit 00:00 Uhr Mitternacht.
Welche Zeitzone nutzt Hawaii genau?
Die Hawaii-Aleutian Standard Time (HST), UTC−10, ohne saisonale Umstellung. Nur der Aleuten-Teil Alaskas wechselt im Sommer zusätzlich auf HDT (UTC−9).
Wann ist die beste Zeit, um jemanden auf Hawaii anzurufen?
Am deutschen Abend zwischen 18 und 23 Uhr (Winterzeit) beziehungsweise 19 und 23 Uhr (Sommerzeit) – das entspricht dem Vormittag auf Hawaii.
Das Wichtigste in Kürze
- Hawaii nutzt die Hawaii-Aleutian Standard Time (HST), fest bei UTC−10.
- Keine Sommerzeit seit der gesetzlichen Befreiung am 30. März 1967.
- Zeitunterschied zu Deutschland: 11 Stunden (MEZ) beziehungsweise 12 Stunden (MESZ).
- Bestes Kontaktfenster: deutscher Abend (18/19–23 Uhr) trifft auf den hawaiianischen Vormittag (7–12 Uhr HST).
- Anreise aus Deutschland läuft praktisch immer über eine Umsteigeverbindung, meist via US-Westküste.





